Eiserne Schlüssel mit Bart sind ein typisches Fundgut auf mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Burgen und Wehranlagen im Spessart. Dabei wird ein Eisenstab zu einem Eisenband ausgeschmiedet. Diese wird zu einer Tülle umgeschlagen. Aus einem Teil der Tülle wird dann noch der dünne, mehr oder weniger gezahnte Schlüsselbart getrieben. Im Bereich des Schlüsselgriffs wird der sich nach hinten verdünnende Eisenstab rund ausgeschmiedet. Die Spitze kommt dabei im hinteren Ende der zugekniffenen Tülle zum Liegen.

Dass diese Schlüsselform keine Sonderausprägung der Burg Wahlmich ist, zeigt sich im Vergleich mit Schlüsseln vom Alten Schloss in Kleinwallstadt, von der Burg Bartenstein, sowie vom Kloster Elisabethenzell. Eine Kurosität ist der „Nachbau“ eines mittelalterlichen Schlüssels in Haibach.

Wie die Stücke nach ihrer Restaurierung aussehen, erfahren Sie, wenn Sie auf die Bilder klicken.