Meißel zur Bearbeitung von Holz zeichnen sich dadurch aus, dass sie aus vergleichsweise dünnen Eisenstäben gearbeitet wurden. Musste die breite Meißelklinge möglichst hart ausgebildet sein, so durfte die glatte Aufschlagfläche für den Hammer oder den Klüpfel den Schlag des Werkzeugs möglichst weich auffangen. Zu groß war die Gefahr, dass sich an dieser Stelle Späne lösten und den Handwerker verletzten.

Ähnliche, etwas jüngere Meißel sind vom Kloster Elisabethenzell überliefert. Die deutlich größeren Meißel vom Klosterberg bei Hösbach-Rottenberg eignen sich dagegen ausschließlich zum Steinebrechen und zur Steinbearbeitung.