Feuer kann auf einer Burg im Mittelalter und in der Neuzeit eine entscheidende Rolle spielen: Verheerend wirken sich Schadfeuer aus. Ohne wärmende Kamiene oder Kachelöfen ist der permanete Betrieb einer solchen Wehranlage nicht zu gewährleisten. Burgen müssen bei Tag und bei den Nacht „funktionieren“. In der Dämmerung ebenso bei völliger Dunkelheit ist daher für ausreichend Beleuchtung Sorge zu tragen.

Je nach Anlass können die dazu eingesetzten Leuchtmittel preisgünstig oder auch sehr teuer sein. Die billigste Variante waren Talglampen und in eiserne Wandhalterungen einzuklemmende Kienspäne. Kerzen aus Beinenwachs kamen eher selten zum Einsatz. Dass diese dennoch auch auf der Burg Bartenstein brannten, bezeugt ein Kerzenhalter. Seine eiserne Aufhängung war höhenverstellbar. So ließ sich beim Herabbrennen des Dochtes durch kontinuierliches Höherschrauben die Position der Flamme auf gleichmäßiger Höhe halten.