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Neben Steckschlüsseln für Vorhängeschlösser enthielt das Fundgut von der Burg Bartenstein siebzehn Schlüssel mit Bart. In Form und Funktion unterscheiden sich diese von den heutigen Schlüsseln mit Bart nur unwesentlich. Für den Spessart sind solche Schlüssel bereits für die 1130er Jahre archäologisch nachgewiesen, nämlich von der Burg auf dem Kugelberg bei Goldbach. Kaum abgeändert kann der Typus des Schlüssels mit Bart und hohlem Halm sowie mit rautenförmiger oder runder Reite dort archäologisch bis an den Beginn des 17. Jahrhunderts lückenlos belegt werden. Als weitere Fundorte sind hier die Ketzelburg bei Haibach, das Alte Schloss bei Kleinwallstadt, die Burg Wahlmich, das Kloster Elisabethenzell sowie die Burg Hauenstein zu benennen. Ab dem 16. Jahrhundert kommt zwischen Reite und Halm noch eine ringförmige Abtreppung, das Gesenk, hinzu.

Von der siebzehn auf der Burg Bartenstein ausgegrabenen Schlüsseln mit Bart wurden vier restauriert.