Maultrommeln sind für südwestdeutsche Burgen nicht unbekannt. So fand sich in der 1399 zerstörten Burg Tannenberg ebenso ein signifikantes Stück als auch bei der im Jahre 1405 zerstörten und durch das Archäologische Spessartprojekt untersuchten Burg Hauenstein im Kahlgrund. Das vergleichsweise gut erhaltene Stück von der Burg Bartenstein kann stratigraphisch der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts zugewiesen werden. Zwei bis drei Generationen nach den ersten bildlichen Darstellungen von Maultrommeln in der 1350er Jahren hatte sich die Mundharfe im ganz Europa verbreitet.

Weiterführende Literatur:

Werner Meyer u. Hans Oesch, Maultrommelfunde in der Schweiz, in: Victor Ravizza (Hg.), Beiträge zur Zeit und zum Begriff des Humanismus vorwiegend aus dem Bereich der Musik. Festschrift Arnold Geering zum 70. Geburtstag, Bern/Stuttgart 1972, S.

Brigitte Bachme-Geiser, Die Maultrommeln in der Schweiz. In: Manfred Schneider (Hg.), Festschrift für Karl Horak, Innsbruck 1980, S. 95-103