Von der Burg Bartenstein stammen 16 Sporen. Soweit erkennbar, handelt es sich in dem meisten Fällen im Radsporen, wie wir sie auch vom Kloster Elisabethenzell und von der Burg Hauenstein kennen. Die bis ins 13. Jahrhundert gebräuchlichen Stachelsporen, wie wir sie von der Burg auf dem Kugelberg bei Goldbach, vom Alten Schloss bei Kleinwallstadt und von der Burg Wahlmich bei Waldaschaff kennen, sind für die Burg oberhalb von Partenstein nicht belegt.

Bislang wurde nur eine der Bartensteiner Sporen restauriert. Es handelt sich um einen flächig ornamental verzierten Radsporn. Das filigran gearbeitete Interimsstück, das in dieser Form seit der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts in Deutschland Verbreitung fand, wurde nicht mehr ausschließlich für das Reiten angelegt. Vielmehr kam das Tragen der „klingenen Sporen“ zur Unterstreichung des eigenen Prestiges im Mode. Weitere Radsporen des 14. und 15. Jahrhunderts stammen vom Kloster Elisabethenzell und von der Burg Hauenstein.