Volontär beim Archäologischen Spessartprojekt

Stellenausschreibung zum 1. Juni 2018

Seit 2008 besetzt das Archäologische Spessartprojekt eine Volontariatsstelle im Fachbereich der Archäologie. Die Stelle ist auf zwei Jahre befristet.

Der Fachbereich Archäologie des Archäologischen Spessartprojektes ist dezentral in Partenstein sowie in Lohrhaupten ansässig. Gemeinsam mit Vereinen und Kommunen entwickeln und führen wir in enger Abstimmung mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege zum Teil mehrjährige Forschungsgrabungen im Spessart und in den angrenzenden Regionen durch. Neben der archäologischen Erforschung stehen dabei die Wissensvermittlung und der nachhaltige Umgang mit dem Bodendenkmal im Zentrum unserer Arbeit. Als Schwerpunkt hat sich die Untersuchung von hoch- und spätmittelalterlichen Burgen, Klöstern und Siedlungen herauskristallisiert. Projekte zur Straßen- und Wüstungsforschung, zu frühneuzeitlichen Glashütten sowie zu neuzeitlichen Festungswerken sind in Vorbereitung.

In den nächsten Jahren geht es neben der Umsetzung weiterer Forschungsgrabungen darum, die einzelnen Fundstellen inhaltlich miteinander zu vernetzen. Die sich daraus ergebenden Aussagen zur mittelalterlichen und neuzeitlichen Kulturlandschaft des Spessarts in interdisziplinären Projekten unter anderem gemeinsam mit der Universität Würzburg aufzuarbeiten. Darüber hinaus betreuen wir die Umwandlung von Grabungsstellen in archäologische Parks. Als besonders aufwendige Projekte sind das Kloster Elisabethenzell bei Rieneck, die Burg Bartenstein bei Partenstein und der Gotthardsberg bei Amorbach zu nennen. Die Forschungsergebnisse werden zeitnah publiziert und auf Tagungen, u.a. auch auch der vom ASP jährlich auszurichtenen „Brugentagung“ kommuniziert. Darüber hinaus informieren wir über unsere Arbeit im Rahmen eines umfangreichen Internetauftritts.

Die nächste Stellenbesetzung ist für den 01.06.2018 vorgesehen.

Es wird ein vorhergegangenes mindestens vierwöchiges Praktikum beim Archäologischen Spessartprojekt (Fachbereich Archäologie) empfohlen.

Wir erwarten:

  • Ein erfolgreich abgeschlossenes Studium (Master/Magister/Diplom) in einem relevanten Hauptfach (v. a. Archäologie des Mittelalter und der Neuzeit)
  • Souveräne schriftliche und mündliche Ausdrucksfähigkeit
  • Sichere Anwendung von MS-Office sowie der für die Grabungsdokumentation relevanten Software.
  • Fundierte Kenntnisse im Bereich der Grabungstechnik (Schwerpunkt zeichnerische Dokumentation) durch mehrmonatige (in Summe) Praktika, Nebentätigkeiten oder Werkverträge
  • Die Bereitschaft zu Dienst- und Fortbildungsreisen sowie zur Arbeit im Rahmen von Veranstaltungen auch am Wochenende und am Abend
  • Teamfähigkeit, Eigeninitiative und Genauigkeit
  • Freude an der Arbeit mit Ehrenamtlichen; Bereitschaft zur Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Senioren
  • Pkw-Führerschein

Von Vorteil:

  • Erfahrung in der Vermessungstechnik
  • Sprachkenntnisse in modernen Fremdsprachen
  • Erfahrung im Umgang mit Datenbanken, Grafikprogrammen, CAD, sowie Structure for Motion
  • Eigener PKW, da die einzelnen Projekte über den ÖPNV oft schwer erreichbar sind

Wir bieten:

  • Eine fundierte praktische Ausbildung in allen Tätigkeitsfeldern der dezentralen Kulturlandschaftsforschung (Erforschung, Bewahren, Vermitteln) mit Schwerpunkt Mittelalterarchäologie
  • Interdisziplinäres Arbeiten im Universitätsverbund (Baugeschichte, Geschichte, Geographie, Geologie)
  • Regelmäßige Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen
  • Praktische Einführung in die Arbeit mit Grafikprogrammen, GIS und Bildauswertung
  • Die Möglichkeit, eigenständige, spessartrelevanten Projekte und Forschungen umzusetzen
  • Günstige Unterbringung während des gesamten Zeitraums (Dienstwohnung in Lohrhaupten)
  • Eine monatliche Vergütung in Anlehnung an die Tarife des öffentlichen Dienstes.

Aufgaben im Rahmen des Volontariats:

  • Archäologische Grabungen, insbesondere die Dokumentation der Befunde in Entsprechung der Vorgaben der zuständigen Landesämter für Denkmalpflege
  • Mitarbeit bei der wissenschaftlichen Auswertung der Grabungen inkl. Publikationen
  • Didaktik (Vermittlung der archäologischen Grabungen an Kinder; Projekte mit Kindergärten und Schulen)
  • Öffentlichkeitsarbeit im Bereich Archäologie
  • Mitarbeit bei der Erfassung externer musealer Bestände der Materialgruppen „Keramik“ und „Ofenkeramik“
  • Mitarbeit bei der nachhaltigen Betreuung der ergrabenen Bodendenkmale
  • Gestaltung und Pflege von Inhalten der Website spessartprojekt.de

Das Archäologische Spessartprojekt strebt an, den Frauenanteil zu erhöhen. Deshalb werden Frauen nachdrücklich aufgefordert, sich zu bewerben. Bewerberinnen sollen bei gleichwertiger Qualifikation bevorzugt berücksichtigt werden. Schwerbehinderte Bewerber/Bewerberinnen werden bei ansonsten im Wesentlichen gleicher Eignung bevorzugt.
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Bewerbungen sind mit Lebenslauf, Zeugniskopien sowie ggf. einem Verzeichnis der Veröffentlichungen und universitären Lehrveranstaltungen bis zum 30.03.2018 bevorzugt per Email in Form einer einzigen PDF-Datei, alternativ in Papierform an das Archäologische Spessartprojekt, Fachbereich Archäologie, Grubenweg 5 in D-97846 Partenstein zu richten (Email: rosmanitz@spessartprojekt.de).

Es wird darauf hingewiesen, dass Bewerbungsunterlagen nicht zurückgesendet werden können. Reisekosten, die im Rahmen der Vorstellungsgespräche entstehen, können ebenfalls nicht erstattet werden.

Dienstort ist Partenstein.

Fragen zur ausgeschriebenen Stelle beantworten Ihnen gerne:

Harald Rosmanitz, Grubenweg 5, D – 97846 Partenstein

Tel.: 0 15 20 / 9 86 16 93, rosmanitz@spessartprojekt.de


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