Segnung des neuen Bildstocks neben den archäologischen Überresten des Klosters Mattsatt im Jahr 1984.

Bis 1811 gehörte Zimmern zu Rothenfels und nicht nur die Fähre verband diese beiden Orte. Auch Dresch- und Sportplatz hatten die Rothenfelser auf der Zimmerner Seite, die darüber hinaus klimatisch begünstigt ist: Der ehemalige Weinbau proitierte von der Lage nach Südwesten und am sonnigen Mainufer erholten sich im 19. Jahrhundert Städter aus dem Rhein-Main-Gebiet in der Sommerfrische. So wurde Zimmern, bald mit einem Campingplatz, zum Fremdenverkehrsort.

Seit 1974 gehört Zimmern zur Stadt Marktheidenfeld. Es reicht vom Norden mit der Schleuse, den ehemaligen Weinbergen und Steinbrüchen über den Ort mit dem Fahr bis in den Süden, wo am Ende des mühlenreichen Rödertals die Gemarkungen von Karbach, Roden und Zimmern aufeinanderstoßen.

Erstmals ist Zimmern um 1359 im Wertheimer Steuerverzeichnis nachgewiesen. Es soll aus fünf Höfen bestanden haben. Spätestens seit dem Ende des 15. Jahrhunderts wurde die kleine Siedlung mit der Stadt Rothenfels verbunden. Zimmern war damals wie Bergrothenfels und Windheim ein mit der Stadt vereinigtes Dorf und seine Einwohner genossen alle Rechte der Stadt. Bei der Aulösung des Hochstifts Würzburg 1803 iel Zimmern mit Rothenfels an die Fürsten von LöwensteinWertheim, kurz danach wurde der Main zur Grenze und Zimmern bis 1819 Teil des Großherzogtums Baden. Seit 1811 war Zimmern eine selbstständige Gemeinde. Heute (2016) wohnen in Zimmern 505 Einwohner.

KW Marktheidenfeld 3 Folder

Undere Wanderempfehlung:

Der Kulturweg führt durch die Kulturlandschaft von Zimmern. Nach der Station 2 an der Fähre nach Rothenfels folgen die Tafeln Weinberge und Steinbrüche. Von dort geht es über die Steinwiese an der Grenze zur Gemarkung Roden hinab ins Rödertal, wo mehrere Mühlen vorgestellt werden. Außenstation an der Straße nach Marktheidenfeld ist das ehemalige Kloster Mattenstatt. Folgen Sie der Markierung des gelben EU-Schiffchens auf blauem Grund auf einer Länge von ca. 7,5 km.

Durch Anklicken der entsprechenden Bildbereiche gelangen Sie
zu den hochauflösenden .pdf-Dateien der jeweiligen Tafeln: