Vor der Feldarbeit: Die Kartoffeln wurden vor dem Stecken nach Größe sortiert.

Der Charakter Niedergründaus (eigentlich „Gründau auf dem Berg“) bildete sich aus zwei entgegengesetzten Enden: Zum einen wird das Dorf von der 1217 erstmals erwähnten Bergkirche überragt, zu der eine Kirchengemeinde und ein Gerichtsbezirk gehörte – Niedergründau war also zentraler Ort. Zum anderen wurden die Bewohner stark durch die Landwirtschaft geprägt, die auf den fruchtbaren Feldern des Ronneburger Hügellandes prächtig gedieh. Beide Schwerpunkte sind heute noch erkennbar – die Bergkirche als eine Station des Jakobsweges zwischen Fulda und Frankfurt sowie der Friedrichshof als letzter großer landwirtschaftlicher Betrieb.

Das Gericht Gründau stand im späten Mittelalter im Spannungsfeld zwischen den Grafen von Hanau, dem Kloster Selbold, dem Erzbischof von Mainz, der Stadt Gelnhausen und den Grafen von Isenburg, denen es 1424 endgültig gelang, Niedergründau an sich zu ziehen. 1816 kam Niedergründau zu Hessen-Kassel, 1866 wurde es preußisch und 1945 hessisch. Pfingstmontag 1971 wurde Niedergründau freiwillig Teil der neuen Gemeinde Gründau.

 

Unsere Wanderempfehlung:

Der Kulturweg Niedergründau verbindet eine Runde durch das Ronneburger Hügelland mit einem Ortsrundgang durch Niedergründau. Folgen Sie der Markierung des gelben EU-Schiffchens auf blauem Grund auf einer Länge von ca. 6 km.

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