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Neues von der Burg Bartenstein – Die Ausgrabungen 2016

Vortrag von Harald Rosmanitz M.A.
am Freitag, den 24.03.2017, 19.30 Uhr
im Rathaus der Verbandsgemeinde Partenstein (Großer Sitzungssaal), Hauptstr. 24, 97846 Partenstein

Der gepflasterte Eingangsbereich zur Burg während der Grabungen 2016

Nach langer Unterbrechung wurden im letzten Jahre die Grabungen auf der Burg Bartenstein wieder aufgenommen. Die Archäologen des Archäologischen Spessartprojektes legten dabei einen Teil des nördlich der Kernburg vorgelagerten Zwingers frei. Ein Highlight bildete die Aufdeckung des inneren Burgtores. Trotz umfangreicher Zerstörungen erlauben die im Boden erhaltenen Strukturen eine weitgehende Rekonstruktion dieses wichtigen Bauteils der Wehranlage. Die Analyse der neu aufgedeckten Ringmauerteile und der Auffüllungen des Zwingers machen es notwendig, die Baugeschichte der Burg in Teilen umzuschreiben.

Da auf Maschineneinsatz verzichtet wurde, konnten unter einer mächtigen Abbruchschicht des 18. Jahrhunderts sämtliche Befunden aufgedeckt und flächig dokumentiert werden. Sie reichen von der Gründung der Burg in den 1230er Jahren bis zu ihrer Zerstörung in Folge des Dreißigjährigen Krieges. Über vierhundert Jahre hinweg wurde die Burg kontinuierlich ausgebaut. Das mit Abstand einschneidenste Ereignis dürfe die die Zerstörung des Palas in den Erbstreitigkeiten von 1333 gewesen sein. Dies lässt sich auch am Fundmaterial ablesen. Damals gelangte die Burg der Grafen von Rieneck in den Besitz der Herren von Hanau und des Erzbischofs von Mainz. Das Repräsentationsbedürfnis der neuen Eigentümer auf der vergleichsweise kleinen Wehranlage (20×30 m) zog zwangsläufig den Bau eines großen Zwingers nach sich. Durch ihn konnte die Burg nicht nur zusätzliche befestigt werden. Im Zwinger wurden unter anderem jene Gewerke ausgelagert, die für die Nahrungsversorgung oder für die Instandhaltung der Baulichkeiten verantwortlich zeichneten.