Der Trichterhalsbecher diente ursprünglich zum Trinken von Wein. Bis das Gefäß aus hartem Steinzeug endlich auf der Burg Bartenstein ankam, hatte es einen langen Weg hinter sich gebracht: 1550 im rheinischen Töpferort Siegburg, möglicherweise aber auch bereits im Westerwald gefertigt, wurde es, wie das Nürnberger Wappen auf der Stirnseite zeigt, in der fränkischen Reichsstadt als hochwertiges Trinkgeschirr angeboten. Dort dürfte es einer der Burgherren oder einer seiner Amtmänner erworben haben.

Der Trinkbecher wurde in der gleichen Zeit für die Burg erworben, als man den Mainzer Bau mit einem prächtigen Kachelofen, der zum Teil mit polychromen Kacheln besetzt war, ausstattete.

Partenstein, Burg Bartenstein, Fd.-Nr. 1050; H. 9,8 cm, Br. 6,4 cm, T. 5,0 cm