Steckschlüssel gehörten ursprünglich zu Vorhängeschlössern, wie sie in ganz unterschiedlicher Ausprägung gleich mehrfach auf der Burg Bartenstein gefunden wurden. Was mit einem solchen Vorhängeschloss verriegelt und welche Gegenstände vor unbefugtem Zugriff gesichert werden mussten, darüber lassen sich heute nur noch Vermutungen anstellen.

Bei den Grabungen 2004-2009 und 2016/17 wurden neun ein- oder zweizügige, eiserne Steckschlüssel zu Tage gefördert. Sieben von ihnen wurden restauriert. Alle Steckschlüssel waren in den verlagerten Brandschichten des Zerstörungshorizontes von 1333 enthalten.