Zapfhähne wurden aus Holz, Messing oder Bronze hergestellt und – wie bei dem Zapfhahn aus dem Halsgraben der Burg Bartenstein – mit einer Herstellermarke versehen. Als drehbares Ventil gearbeitet, ließ sich mit dem Zapfhahn der Durchfluss von Flüssigkeit regulieren. Der Bartensteiner Zapfhahn dürfte an einem Bier-, Wein- oder Mostfass angebracht gewesen sein. Der Zapfhahn wurde im 15. Jahrhundert in Nürnberg gefertigt.

Drehküken enes Zapfhahn von der Burg Bartenstein, Fd.-Nr. 1425, H. 10,1 cm, Br. 4,9 cm, T. 2,5 cm

Ein annähernd übereinstimmernder Zapfhahn wurde bei den Ausgrabungen auf dem Kloster Elisabethenzell bei Rieneck zu Tage gefördert.